Ab durch die Hecke


  1. Ø 4
   2006
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Ab durch die Hecke Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ab durch die Hecke: Drolliges CGI-Abenteuer von Dreamworks über eine Gruppe von Waldtieren, die erstmals einen Vorstoß in die menschliche Zivilisation wagen.

Auf der anderen Seite der Hecke, die den natürlichen Wald von den schmucken Vorstadtgärten trennt, liegt das Schlaraffenland. Davon jedenfalls ist Waschbär Richie überzeugt. Verne, die Schildkröte, Vincent, der Bär, Stella, das Stinktier, Hammy, das Eichhörnchen, Ozzie, das Opossum und Heather, Ozzies Tochter, folgen dem Endecker ins Reich der Zivilisation und sammeln ungeahnte Erfahrungen.

Der neuste CGI-Animationsstreich von Dreamworks ist wieder mal dank gepflegtem Wortwitz und manch Doppeldeutigkeit sowohl an Kinder als auch an Erwachsene adressiert.

Angeführt von der Schildkröte Vern lebt eine kleine Gemeinde von Waldtieren in einem unberührten Stück Natur. Eine gewaltige Hecke trennt die Tiere von der Zivilisation – bis der straßenschlaue Waschbär durch eben jene Hecke tritt und Vern und seiner Truppe zeigt, wie man von den Menschen profitieren kann.

Eigentlich fühlen sich die Tiere im Wald ganz wohl und führen dort unter der Leitung der Schildkröte Verne ein angenehmes Leben. Aber eines Tages kommt der schlitzohrige Waschbär RJ daher und zeigt ihnen, wie’s noch ein bisschen fauler geht: In einer angrenzenden Hecke befindet sich ein Schlupfloch und dahinter eine menschliche Vorstadtsiedlung, in der es vor schmackhaften Essensresten und allerlei anderen Bequemlichkeiten nur so wimmelt. RJ ist allerdings nicht ganz ehrlich zu seinen neuen Freunden.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Witzig spielt die tempo- und abwechslungsreich erzählte Geschichte mit der Anziehungskraft von Junkfood, der ja auch jeder Kinogänger ausgesetzt ist. ("Was so gut schmeckt, muss auch gesund sein.") Der Konflikt Naturkost gegen Knabberzeugs wird unideologisch, humorvoll und erzählerisch überaus gelungen ausgetragen. Nach einem langen Winterschlaf muss eine kleine Gemeinschaft von Waldtieren feststellen, dass ihr Lebensraum durch eine neue Wohnsiedlung zur kleinen grünen Oase geschrumpft ist, begrenzt durch eine gewaltige Hecke. Waschbär RJ, durch Mundraub bei einem Bären in Ungnade gefallen, zeigt nicht ganz uneigennützig dem Freundestrupp von liebenswerten Nagern, dass hinter dieser Hecke das reinste Nahrungsparadies zu finden ist. Dies ist der Ausgangspunkt für eine turbulente Geschichte, die mit höchster Perfektion animiert wurde. Man muss den scheinbar unerschöpflichen Phantasiereichtum der Drehbuchschreiber bewundern, denn der fabelhaft animierte Film strotzt nur so vor wirklich neuen Ideen. Völlig alltäglichen und uns allen längst vertrauten Alltagsdingen und Gewohnheiten gewinnt der intelligent-witzige Film neue und verblüffende Perspektiven ab. Selbst Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen, wird hier manches Schmunzeln unvermeidlich bleiben. Der liebevollen Zeichnung der Tiere steht die eher etwas konturlose Animation der Menschen gegenüber, deren Eigenarten, Konsumverhalten und Lebensstil ironisch auf die Schippe genommen wird. Es ist eine schöne Parabel auf Konsumwut und Maßlosigkeit der heutigen Zeit, dass die Tiere angesichts des überreichen Nahrungsparadieses jenseits der Hecke ebenfalls in einen "Einkaufsrausch" geraten. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ein Eichhörnchen mit Koffeinschock, divenhaft sterbende Opossums und eine Schildkröte, die entsetzten Pfadfinderinnen ihren blanken Hintern zeigt. Bereits bei einer ausschnittweisen Betrachtung der im Film anwesenden Figuren und Figürchen erweist sich, dass man dem Hause „Shrek“ nicht allzu fern sein kann. Und tatsächlich stammt „Ab durch die Hecke“ von den gleichen Machern.

    Hier verbindet sich Alltagskomik mit einer Prise Sozialkritik. Das Thema „Fast Food“ scheint nun auch im Animationsfilm angekommen zu sein. „Wir essen, um zu leben; sie [die Menschen] leben, um zu essen.“ fasst Richie in einem Satz den großen Unterschied zwischen Tier und Mensch zusammen. Zwinkernd erzählt der Film auf diese Weise ganz nebenbei von den nimmersatten US-amerikanischen Vorstädtern, bei denen sogar der Müll zu kulinarischen Festessen einlädt.

    Erfrischenderweise sind die Tierchen dabei nicht nur kindgerecht und niedlich, sondern auch mit eigenständigen Charakterzügen ausgestattet. So wirklich perfekt ist keiner von ihnen und Helden sind es schon gar nicht.
    Sie haben es nicht mehr nötig, wie ihre Vorfahren voller Panik vor dem Menschen, den Wald zu verlassen, um neue, unberührte Natur zu finden. Nein, sie nehmen die Annehmlichkeiten menschlicher Zivilisation mit Freuden an. Schnell geben sie sich dem Genuss von Fernsehen, Pizza und Takkos hin und dass sich ein unterhaltsames Spektakel mit Popcorn noch aufpeppen lässt, haben sie auch schnell begriffen.

    Man merkt zwar, dass die Drehbuchautoren in diesem Fall nicht wie in „Shrek“ aus einer Vielzahl bereits bekannter Geschichten schöpfen konnten, deren bloßes Wiedererkennen Freude beim Zuschauer hervorruft, aber auch das Klischee von US-amerikanischen Vorstädten hat sich weit genug verbreitet. Und so kann man über Kekse verkaufende Pfadfinderinnen und pinke Plastik-Flamingos schmunzeln– ohne eigentlich zu wissen, warum.

    Die meiste Zeit kann sich der Zuschauer auf gleichbleibendem Niveau unterhalten. Zwar gibt es ein paar Ausflüge ins Tal des Kitsches, diese werden aber ausgeglichen durch einige grandiose Höhenflüge ins Reich guter Ideen. Insgesamt ein netter, unterhaltsamer Film für Zwischendurch, bei dem man garantiert Hunger auf Takkos bekommt.

    Fazit: Ein recht gut gelungener Animationsfilm aus dem Hause „Shrek“.
  • Technisch ebenso versiert, weniger gefühlig, dafür mit bissigerem Witz als die Konkurrenz von Pixar präsentiert sich der sechste CGI-Animationsfilm von Jeffrey Katzenbergs Dreamworks Animation, eine auf Spielfilmlänge gebrachte Adaption eines populären Comicstrips.

    Der satirische Gehalt der Comicstrips, in dem die Autoren Michael Fry und T. Lewis ihr Szenario des Blicks von Außen nach Innen nutzen, um augenzwinkernd und doch sehr treffsicher menschliche Marotten, Konsumzwang und Konformität auf den Arm zu nehmen, bietet sich an für eine filmische Aufarbeitung durch Dreamworks Animation. Neben den eher kindgerechten „Madagascar“ und „Kleine Haie – große Fische“ beweist Jeffrey Katzenbergs Company gerne auch erwachsenen Wortwitz, der nach „Antz“ und den beiden „Shrek“-Filmen auch hier, der dritten Regiearbeit von „Antz“-Macher Tim Johnson (zusammen mit Karey Kirkpatrick) groß geschrieben wird: Clever wurde die Ausgangssituation, in der ein Trupp hungriger Nager eine von einer übergroßen Hecke umgebenen Vorstadt-Wohnanlage der Menschen zum persönlichen Schlaraffenland umfunktioniert, zu einem ziemlich auf die Tube drückenden Abenteuer umgearbeitet, in dessen Mittelpunkt der wiefe Waschbär RJ steht, im Original mit großer Lust von Bruce Willis gesprochen. Weil der Einzelgänger nach dem desaströsen Versuch, die Vorratskammer des nicht mehr ganz so tief im Winterschlaf schlummernden Grizzlys Vincent zu leeren, gezwungen ist, diese binnen kürzester Zeit Stück um Stück wieder aufzufüllen, erschleicht er sich die Freundschaft eines Trupps gutgläubiger Waldbewohner. Die mussten gerade erst feststellen, dass ihr Lebensraum während der kalten Monate ein gutes Stück kleiner geworden ist: In dieser Zeit haben die Menschen ein exklusives Wohnviertel aus dem Boden gestampft, das von einer gewaltigen Hecke umgeben ist und allerhand verlockende Leckereien verspricht. Von den Raubzügen der Nager und dem allmählichen Annähern des cleveren RJ an die Gemeinschaft der Tiere, angeführt von der gemütlichen Schildkröte Verne, erzählt der Film als eine Art Zähmung des Widerspenstigen. Als komische Highlights, versetzt mit dem für Dreamworks typischen Popkultur- und Zitatehumor, zelebrieren Johnson und Kirkpatrick den fortwährenden Zusammenprall der Welten, wobei sie die Menschen meist als unsympathische, nur auf den eigenen Vorteil bedachte Eindringlinge skizzieren. Am Ende, wenn Anarchie jegliche Ordnung ausgehebelt hat und genau deshalb wieder alles in Ordnung ist und Frieden einkehren kann, sind einem jedenfalls nicht die arrogante Karrieretussi oder der zu jedem schmutzigen Trick bereite Kammerjäger ans Herz gewachsen, sondern die kesse Stinktierdame, die selbst blasierte Edelkater um den Finger wickelt, und der hyperaktive Hammy, ein naher Verwandter von Scrat aus „Ice Age“, der nach einer Dosis Koffein so sehr beschleunigt wird, dass die Zeit stehen bleibt. Auch gut, dann kann man diesem gelungenen Spaß wenigstens noch länger zusehen als 90 Minuten, die im Flug vorüber sind. ts.

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